Warum Sie als Unternehmer bloggen sollten!

Ich geb zu: Ein eigener Blog ist viel Arbeit und verursacht Kosten. Geht mir genauso, an diesem Artikel hab ich ganze 4 Stunden gearbeitet. Dass ein Corporate Blog aber eine gute Investition ist, sehen Sie spätestens in den Statistiken von Google Analytics. Ein Blogbereich mit regelmäßig neuen und interessanten Artikeln, verleiht Ihrem Ranking in Suchmaschinen richtig Schub. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass Ihre Blogartikel einen Mehrwert für den Kunden bieten soll. Nur dann werden diese auch von anderen verlinkt und sie erhalten den erwünschten Linkjuice.

Warum Sie als Unternehmer bloggen sollten

Was ist ein Corporate Blog?

Ein Corporate Blog ist der Firmenblog eines Unternehmens. Dieser kann für sich alleine stehen (z.B. auch unter einer eigenen Domain erreichbar sein). Er kann aber auch ein Bereich einer Website sein. Er wird in der Regel von Mitarbeitern des Unternehmens geführt, wodurch eine gewisse Authentizität entsteht.

Ein Corporate Blog kann:

  • informativ sein,
  • für den Besucher relevante Themen behandeln,
  • Produkte und Serviceleistungen vorstellen
  • Wissen vermitteln

In- und externe Kommunikation

Ein Blog muss nicht gezwungenermaßen öffentlich sichtbar sein. Viele Firmen setzten Firmenblogs zur internen Kommunikation ein (Stichwort Intranet), diese sind von außen oft gar nicht oder nur nach Anmeldung erreichbar. Das können z.B. Meeting-Blogs oder Knowledge-Blogs, aber auch Projekt-Blogs sein.

Externe Blogs sind öffentlich einsichtig und können z.B. zur Schaffung einer Community (Customer-Relationship-Blogs) genutzt werden. Oft werden auch Produkte und Serviceleistungen vorgestellt, manchmal wird Wissen vermittelt (Stichwort Mehrwert).

Besonders interessant sind CEO- oder Executive-Blogs. Dort veröffentlichen nämlich Mitglieder des Unternehmensvorstandes persönlich und namentlich mehr oder weniger regelmäßig Beiträge (z.B. Mark Shuttleworth, CEO von Canonical, Richard Branson, Gründer der Virgin Group, J.W. Bill Marriott, [geboren 1932! - Sie sehen, man ist auch nie zu alt um zu bloggen], Marriott International).

Ausdauer ist gefragt

Einen Corporate Blog zu pflegen kann richtig Spass machen. Wenn man sich jedoch dazu entscheidet, als Unternehmer zu bloggen, sollte man im klaren darüber sein, dass es viel Arbeit macht und man jede Menge Ausdauer mitbringen sollte. Wichtig ist, dass man in regelmäßigen Abständen Beiträge veröffentlicht und sich keine Hänger erlaubt - ansonsten ist die Arbeit sprichwörtlich "für die Katz".

Beispiele für gute Corporate Blogs:

Was bringt mir als Unternehmen ein Corporate Blog?

Ein Firmenblog bringt Ihrem Unternehmen eine ganze Menge:

  • Suchmaschinen lieben Blogs.
    Mit jedem Blogeintrag erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Website. Die Artikel werden indexiert und können im Internet von interessierten Personen gefunden werden. Schließlich sind ja Sie auch irgendwie auf meine Seite gekommen ;)
  • Blogeinträge können gut geteilt werden.
    Schreiben Sie über relevante Themen und teilen Sie diese mit Ihren Freunden auf Facebook oder auf Twitter. Wenn Sie das geschickt machen, wenn z.B. Ihr Inhalt interessant ist, erhöhen Sie damit die Reichweite des Beitrages und Ihrer Website - d. h. mehr Leute lesen Ihre Inhalte. Gleichzeitig werden diese Ihren Beitrag weiter verteilen und Sie erhalten sog. Social Signals, also Signale aus Social Media Interaktionen.
  • Positionieren Sie sich und Ihre Unternehmen als Experte
    Versuchen Sie nicht mit Ihrem Fachwissen zu geizen. Das Teilen von Hintergrundinformationen und Fachwissen zeigt, dass Sie eine Ahnung haben von dem, was Sie machen. Schnell werden Sie im Netz als Experte für Ihre Themen wahrgenommen.
  • Mit einem Firmenblog fördern Sie die Interaktion mit Ihrer Zielgruppe.
    Er ist sozusagen eine Strategie, um mit spannenden Inhalten die Loyalität der Kunden langfristig zu erhöhen und gleichzeitig neue Kunden Ihrer Zielgruppe zu werben.
  • Ihre Marke wird "menschlich".
    Menschen schreiben Blogartikel für Menschen - und genau das gilt es zu berücksichtigen wenn Sie einen neuen Blogartikel verfassen. Wenn Sie dem Leser einen Einblick in Ihre Unternehmenskultur geben, ihre Mitarbeiter den einen oder anderen Artikel in deren "Sprache" verfassen, dann wird Ihre Marke für den Leser greifbar und attraktiv.

"Unternehmens-Blog brauchen wir nicht, dafür haben wir ja gar keine Themen..."

Wie oft hab ich das schon gehört. Dem kann ich nur entgegnen: Stimmt nicht! Wenn das Ihr erster Gedanke ist, dann gibt es ein grundlegendes Problem mit Unternehmens-Content-Strategie. Das Problem beginnt nämlich dann schon weit früher. Eine genaue Vorüberlegung und Strategie über die Inhalte die man vermitteln will, findet bereits beim Aufbau der Marke oder Website statt und macht die Frage nach den Themen eines Blogs überhaupt erst sinnvoll.

Die Ursache für eine schwierige Themenfindung für ein Blog oder auch eine Website liegt meist darin, dass

  • keine klare Linie festgelegt wurde,
  • die Zuständigkeit nicht klar festgelegt wurde,
  • keine Ressourcen dafür frei gemacht werden,
  • man in seiner eigenen Filterblase schwebt und von "draußen" nichts mehr mitkriegt und
  • dass Mitarbeiter nicht eingebunden werden. (Schlimmer, manche wissen gar nichts von einem Blog - dabei schlummern in Ihren Mitarbeitern oft die besten Themen.)

Was könnten Themen für einen Firmenblog sein?

  • Neue Produkte und/oder Dienstleistungen (eh klar)
  • Erfolgreich abgeschlossene Projekte
  • Firmenneuigkeiten (z.B. neue Mitarbeiter/Teammitglieder)
  • Aktuelle Aktionen und Trends
  • Events oder Rückblicke auf diese
  • Kostenlose Downloads (Tools, PDFs, Plugins usw. - hier großzügig sein ;))
  • Branchen News
  • Expertentipps
  • Anleitungen und Vorstellung neuer Techniken
  • Artikelserien (z.B. Schritt für Schritt Anleitungen)
  • Videos
  • Interviews
  • Persönliches - Menschen lieben Geschichten! (z.B. Meine Stolpersteine bei der Unternehmensgründung...)
  • "Hinter den Kulissen" Artikel
  • usw.

Kann ich das auch mit REDAXO machen?

Freilich, bloggen ist nicht nur mit Systemen wie Wordpress möglich. Sie befinden sich gerade auf einem Blog der mit REDAXO betrieben wird. Ich verzichte hier zwar auf Kommentar-, Tag- und Pingback-Funktionen, aber selbst die kann man einbauen.

Bloggen scheint wirklich viel Arbeit zu sein - muss ich das denn selbst machen?

Nee, müssen Sie nicht. Können Sie aber ;)

Sie können aber auch jemanden beauftragen, der Ihre Blogartikel schreibt (mich zum Beispiel oder einen befreundeten Journalisten der selbst Content Marketing betreibt ;)) und lesen dann nur noch mal drüber bevor Sie den Beitrag veröffentlichen. Oder binden Sie Ihre Mitarbeiter mit ein, oft haben diese die besten Ideen. Es kann sogar Sinn machen, dass Sie jemanden mit einer anderen Sicht auf die Dinge bloggen lassen. Dadurch entstehen oft Beiträge die Ihre Themen aus einem anderen Blickwinkel beleuchten.

Fazit

Wichtig ist, dass Sie in Betracht ziehen, einen Firmenblog einzurichten. Vergessen Sie dabei nicht, dass Menschen Ihre Artikel lesen und dass diese einen Mehrwert erwarten. Seien Sie großzügig mit Ihren Informationen. Und seien Sie ausdauernd - es braucht schon seine Zeit, bis die Leute auf Ihre Inhalte aufmerksam werden. Nur dann haben auch Sie einen Mehrwert!

Donnerstag, 28. September 2017 // Georg Kaser

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Danke Ralf!
Georg, 23.11.2017 um 12:32 Uhr

Hallo Georg, das sieht doch schon hervorragend aus! Danke für deine Mühe mit diesem Newssystem für Redaxo. Gruß aus Hamburg Ralf
Ralf Schlott, 15.11.2017 um 22:22 Uhr

Kleiner Hinweis: Ich veröffentliche demnächst ein REDAXO Addon, mit dem Sie relativ einfach einen Blog wie diesen hier aufsetzen können. Damit können Sie Ihre News- oder Blogbeiträge mehrsprachig verwalten und Sie haben die Möglichkeit eine Kommentarfunktion recht einfach zu installieren. Stay tuned, ich muss nur noch den Quellcode säubern ;)
Georg Kaser, 11.10.2017 um 11:56 Uhr